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GoPro Einstellungen Unterwasser | Tauchen und Schnorcheln

  • Beitrag zuletzt geändert am:25. September 2021
  • Beitrags-Kategorie:GoPro
  • Beitrags-Autor:divediscover

Die Einstellungen für die GoPro im Unterwasser-Bereich sind von vielerlei Faktoren abhängig. Hier im Beitrag erfährst du wann welche Einstellungen beim Tauchen oder Schnorcheln einen Sinn ergeben, welche Einstellungen ich seit vielen Jahren verwende und vieles mehr.

Einstellungen für die GoPro Unterwasser

Inhaltsverzeichnis

Filmen oder Fotografieren mit der GoPro Unterwasser?

Generell ist die GoPro eine Videokamera und sollte auch als solches benutzt werden. Zum fotografieren taugt sie nur bedingt. Auch liefern andere Kameras in dieser Preisklasse einfach bessere Ergebnisse beim fotografieren, und das insbesondere im Nahbereich.

Ich empfehle ganz klar mit der GoPro Unterwasser zu filmen. Das macht sie sehr gut und viel besser wie viele andere. Hier kann man sich bei Bedarf Standbilder aus dem Videomaterial ziehen. Diese sind, hinsichtlich ihrer Qualität, ausreichend für zum teilen auf Social-Media Plattformen.

Info: Mit der neuen GoPro 10 ist eine deutliche Qualitätssteigerung hinsichtlich der Bildqualität bei Standbildern erzielt worden. Satte 19,6 Megapixel werden von der neuen GoPro ausgegeben.

Alle Infos zur neuen GoPro 10 findest du hier.

Da ich selbst nie mit der GoPro Unterwasser fotografiere, „beschränkt“ sich dieser Beitrag auf die Einstellungen zum filmen. Solltest du trotzdem unbedingt fotografieren wollen, findest du aber mit Sicherheit auch hier Ratschläge die sich dahin gehend ableiten lassen.

Würde ich fotografieren wollen, würde ich auf jeden Fall den „Burst-Mode“ oder „Serienaufnahme“ verwenden. Beides sind Multi-Shot-Modis, die viele Aufnahmen pro Sekunden generieren. Damit lässt sich der „perfekte Moment“ schon mal deutlich einfacher festhalten, und man hat ebenso eine größere Auswahl an Bildern zur Verfügung.

Grundfrage - GoPro Einstellungen Unterwasser

Die Grundfrage allen Anfangs sollte sein: Bearbeitest du die Aufnahmen später nach oder nicht? 

Damit meine ich nicht den Schnitt sondern eher die farbliche Nachbearbeitung, Helligkeits- sowie als auch Kontrastanpassungen und oder ähnliches. 

Hierbei ergeben sich zwei grundlegende Optionen bezüglich der Einstellungen in der GoPro.

  • Option 1: Du möchtest deine Aufnahmen nicht nachbearbeiten und kannst gut mit Qualitätseinbußen leben.
  • Option 2: Du möchtest deine Aufnahmen mit einer Videoschnitt-Software nachbearbeiten und die maximale Qualität sowie Bearbeitungsmöglichkeiten aus der GoPro rausholen.
Für was auch immer du dich entscheidest, beides erfordert gesonderte Einstellungen. Beginnen wir mal mit dem was man generell beachten sollte… 

Welche Auflösung und
Framerate (FPS)?

Welche Bildauflösung wählen?

Generell sollte man zu Anfang danach schauen wie stark der PC, Laptop denn wirklich ist. Um so leistungsfähiger deine Hardware (PC, Handy, Tablet, Laptop) ist, desto höher kannst du mit der Bildauflösung (1080p, 2.7k, 4k, 5k) gehen.

Eine höhere Auflösung gibt dir mehr Qualität im Bild und lässt dir ebenso mehr Möglichkeiten (Bildausschnitt) in der Nachbearbeitung deiner Aufnahmen.

Heutzutage filmen die meisten, wie auch ich, mit der 4k Auflösung. Das sieht einfach TOP aus und lässt Spielraum in der Nachbearbeitung.

Merke: Um so höher die gewählte Framerate und Auflösung, desto mehr Leistung braucht deine Hardware.

Welche Framerate (FPS) wählen?

Im allgemeinen kann man dazu raten mit einer höheren Framerate zu filmen. Hier haben sich im laufe der Zeit 50fps (PAL) sowie 60fps (NTSC) zum Standard für Unterwasseraufnahmen mit der GoPro etabliert.

Mit diesen Bildraten werden Bewegungen Unterwasser recht natürlich aufgezeichnet bzw. wiedergegeben. Auch ist mit diesen Bildraten eine anschauliche Zeitlupe (Slo-Mo) in der Nachbearbeitung möglich.

Vereinzelt wird dazu geraten bei schlechten Lichtverhältnissen mit weniger FPS zu filmen. Das kann ich so nicht ganz bestätigen. Ich habe es selbst versucht und habe keinen ersichtlichen Vorteil mit der GoPro Unterwasser erkennen können.

Welches FOV in den GoPro Einstellungen wählen?

Der Bildwinkel oder Sichtfeld der Kamera (FOV= Field Of View) richtet sich mehr oder weniger nach dem persönlichen Geschmack und der Umgebung die man filmt.

Wenn es von den Einstellungen her möglich ist bevorzuge ich persönlich immer „Linear“ in der 4k-Auflösung mit 60 Bildern pro Sekunde. Solltest du mehr von der Umgebung im Bild haben wollen, funktioniert natürlich auch „Weit“

Der einzustellende FOV (Sichtfeld der Kamera) ist klar davon abhängig was du filmen möchtest, und natürlich auch davon welches Sichtfeld dir persönlich besser gefällt.

Welche GoPro Unterwasser Einstellungen mit Rotfilter?

Farbfilter können dir eine Hilfe sein, um bessere Ergebnisse in der Farbgebung deiner Unterwasseraufnahmen zu erzielen.

Hier sollte man darauf achten die richtigen Filter in der dafür vorgesehenen Tiefe und Gewässer (See, Meer) zu verwenden.

gopro-einstellungen-unterwasser-rotfilter
Standbild aus 1080p-Filmmaterial - halb mit Rotfilter (bearbeitet)

Rotfilter lassen sich unabhängig von den Einstellungen in der GoPro beim filmen im Unterwasserbereich verwenden. Auch wenn du deine Aufnahmen nachbearbeitest können Rotfilter eine Hilfe sein.

Dem umfassenden Thema „Rotfilter“ habe ich einen separaten Artikel gewidmet. Im Blog-Beitrag „Rotfilter für die GoPro“ erfährst du alles über die Vor- und Nachteile eines Rotfilters und dessen richtige Handhabung.

GoPro Einstellungen Unterwasser
ohne Nachbearbeitung

Hat man wenig Ansprüche und möchte das Material allenfalls mal auf Facebook, Instagram usw. teilen dann empfehle ich:

  • 1080p/60fps oder 1080p/50fps
  • FOV (Sichtfeld der Kamera): „Weit“ – um viel von der Unterwasserwelt ins Bild zu bekommen oder „Linear“ um Objekte (Fische) etwas Bild-füllender aufzunehmen 
  • Weißabgleich (WB): Auto
  • Farbe: GoPro

Probleme am Handy oder auch am PC sind mit diesen Einstellungen fast komplett ausgeschlossen.

Falls anschließend noch gewünscht, kann man das Filmmaterial oder einzelne Fotos (Standbilder), einfachst mittels „Dive+“ App farblich aufbereiten. Die App ist kostenlos und liefert schnelle sowie gute Ergebnisse.

Info:  Die Einstellung „Auto“ beim Weißabgleich ist mit Vorsicht zu genießen. Kameraschwenks (sich verändernde Lichtverhältnisse)  sollten hierbei möglichst vermieden werden.

GoPro Einstellung mit Videoleuchte(n)

Solltest du Videoleuchten nutzen kann man, in den GoPro Einstellungen zum Weißabgleich, den Wert auf die verwendeten Videoleuchten anpassen.

Sprich: Hat die Videoleuchte z.B. eine Farbtemperatur von 5000k, stellst du diesen Wert auch in der GoPro ein.

Aber Vorsicht:

Du hast dadurch zwar optimierte Ergebnisse für Objekte die du mit deiner Leuchte anstrahlst, aber alle sonstigen Aufnahmen sind dann außen vor, und die gewählte Einstellung ist dann vielleicht nicht bzw. weniger optimal.

unterwasser-videoleuchte-gopro

Mach dir vor einem Tauchgang Gedanken darüber, ob du mehr im Close-Up Bereich filmen wirst oder nicht. Wenn deine Leuchten eher selten zum Einsatz kommen, macht es wohl auch wenig Sinn die Einstellungen dahingehend anzupassen.

GoPro Einstellungen Unterwasser
mit Nachbearbeitung

Um in der Nachbearbeitung alle Möglichkeiten offen zu haben empfehlen sich angepasste Einstellungen in der GoPro.

Allgemein ist hier ein „flaches Profil“ zu wählen. Das bedeutet im Prinzip nichts anderes als bei der Aufnahme so wenig wie möglich der Kamera zu „überlassen“.

Hauptsächlich werden hier Einstellungen mit geringer Schärfe, Farbe (flat – flach) und einem nativem Weißabgleich gewählt. Im Foto-Mode der GoPro würdest du jetzt „RAW“ auswählen.

Dabei werden mehr Rohdaten bzw. „unbehandelte“ Bilddaten aufgenommen. Man bekommt dadurch mehr Möglichkeiten in der Nachbearbeitung, und kann ebenso die maximale Bildqualität aus der GoPro rausholen. 

Aber auch hier 2 grundlegende Optionen: 

  1. Du nimmst im „normalen“ Modus der GoPro auf und bearbeitest die Aufnahmen dann nach. Das ist durchaus machbar hat aber seine Grenzen hinsichtlich der Möglichkeiten in der Nachbearbeitung. 
  2. Du benutzt definierte Einstellungen in den „Protune-Einstellungen“ der GoPro. Hier kann der Sensor (je nach Einstellungen) mehr Rohdaten des Bildes aufzeichnen, die nicht oder weniger Kameraintern „bearbeitet“ worden sind. 

Maximale Qualität und
Möglichkeiten

Durch entsprechende Einstellungen im Protune-Mode (wie z.B. mit meinen Standard-Einstellungen) bekommst du unscharfe, farblose und verwaschene Aufnahmen. Diese müssen quasi bearbeitet werden, um überhaupt nach etwas auszusehen.

gopro-unterwasser-protune-einstellungen-unbearbeitet
Standbild aus 4k/60fps Filmmaterial (unbearbeitet)

Das kann sehr arbeitsintensiv werden. Dafür ermöglicht es dir die maximale Bildqualität aus der GoPro rauszuholen, und du kannst ebenso alle Möglichkeiten in der Nachbearbeitung voll ausschöpfen.

gopro-unterwasser-protune-einstellungen-bearbeitet
Standbild aus 4k/60fps Filmmaterial (bearbeitet)

Sicherlich sind solche Ergebnisse nicht gleich am Anfang zu erzielen. Aber mit etwas Übung und der entsprechenden Software, ist dies durchaus machbar. 

Meine Standard
GoPro Einstellungen

Hier meine Standardeinstellungen in den Protune Settings der GoPro für Unterwasseraufnahmen. Man könnte beim Schnorcheln und klarem Gewässer den ISO Wert vielleicht auf  max. 200 begrenzen, muss man aber nicht.

  • Bitrate: Hoch
  • EV Comp. : -0.5
  • White Balance: Nativ
  • ISO: min.100 – max.400
  • Schärfe: Mittel
  • Farbe: Flach
  • Auflösung/Framerate: 4k/60fps
  • FOV: Weit oder Linear (wenn in 4k/60fps oder höher verfügbar)

Ich verwende diese Einstellungen für die GoPro Unterwasser nun schon seit einigen Jahren, und lag im Prinzip nie wirklich verkehrt damit. 

Ob beim Schnorcheln oder Tauchen, ob mit der GoPro 4 oder GoPro 8: Das waren und sind meine Standard GoPro Unterwasser Einstellungen.

Auch mit einer GoPro 10 oder 9 würde ich diese Einstellungen wählen und anschließend die Aufnahmen nachbearbeiten.

Info: Ich verwende nie einen höheren ISO Wert wie 400. Ab 800 neigt die Aufnahme zur „Körnerbildung“. Das ist für mich persönlich qualitativ nicht mehr verwertbar.

Den zusätzlichen Vorteil bei Verwendung dieser Vorgehensweise (Flat Profile + Nachbearbeitung), sehe ich nicht nur in Bezug auf die Bildqualität. Man hat auch einfach weniger „Kopfschmerzen“ insgesamt.

Ich mache mir z.B. bezüglich der Videoleuchte oder auch dem Gewässer selbst, keinen großen Kopf darüber wie die Farbtemperatur (Weißabgleich) in der GoPro eingestellt ist. Das passe ich dann einfach in der Nachbearbeitung an.

Protune - Überlege es dir gut...

Überlege es dir gut ob du mit dem Protune-Mode filmen willst.

  • Hast du genug Power im PC zur Videobearbeitung?
  • Beherrschst du die Bildbearbeitung?

Solltest du dir unsicher sein, so nehme doch beim nächsten Tauch- oder auch Schnorchelgang einfach mal ein paar Aufnahmen im Protune-Mode auf und versuche dich daran.

Bei mir hat sich auch dadurch eine wahre Leidenschaft entwickelt. Es ist einfach mehr wie genial, wenn du einmaligen Erinnerungen die verdiente Qualität verleihen kannst.

Sonstige Einstellungen
in der GoPro

Neben den Einstellungen die, die Bildqualität maßgeblich beeinflussen, solltest du dir auch Gedanken um beiläufige Einstellungen in der GoPro machen. 

Generell schalte ich immer alles ab was man nicht zwingend braucht bzw. im Anwendungsfall keinen Einsatz findet. Das spart einiges an Akku-Laufzeit und verhindert mögliche Fehlfunktionen. 

Diese Einstellungen bitte auch berücksichtigen:

  • Wenn ich z.B. Tauchen gehe, ist kein WLAN oder GPS aktiviert. Beides funktioniert nicht Unterwasser. Also: vorher aus machen und Akku sparen.
  • Auch würde ich den Touchscreen deaktivieren bzw. die Bildschirmsperre aktivieren. Das verhindert „eigenmächtiges handeln“ der GoPro Unterwasser.
  • „Quick Capture“ kann ich dir hingegen nur empfehlen! Diese Funktion (Hasensymbol ) erlaubt es dir, die GoPro mit nur einem Tastendruck von ausgeschaltet auf Filmaufnahme zu stellen. Drückt man den Auslöser oben nochmals, geht sie wieder aus. Für mich persönlich: genial!
  • Zu guter Letzt noch die Einstellung für das „automatische Abschalten“ des Touchscreens. Diese Funktion nutze ich nicht. Bei mir bleibt der Bildschirm, so lange wie ich filme, aktiviert. 

Fazit GoPro Einstellungen
Unterwasser

Einstellungen können ein komplexes Thema sein. Im wesentlichen solltest du dir folgende Fragen selbst beantworten:

  • Will ich die Aufnahmen nachbearbeiten oder nicht?
  • Wie stark ist meine Hardware (PC, Smartphone, Tablet)?
  • Welche Qualität möchte ich haben?

Im Prinzip ist es recht einfach: Wenn du nicht vor hast deine Aufnahmen zu bearbeiten kannst du recht simple Einstellungen verwenden. Damit hast du, aller Wahrscheinlichkeit nach, auch keine Probleme am PC, Smartphone oder Tablet.

Möchtest du allerdings deine Aufnahmen bearbeiten und stellst gewisse Qualitätsansprüche, dann solltest du angepasste Protune Einstellungen sowie (je nach Auflösung) leistungsstarke Hardware zur Bearbeitung verwenden.

Bearbeiten ist gar nicht soo schwer wie man denkt. Und wenn man es mal halbwegs drauf hat, geht es auch recht schnell von der Hand. Übrigens: das macht auch wirklich Spaß.

Ich hoffe der Beitrag hat dir weitergeholfen und du hast jetzt die richtigen Einstellungen für deine zukünftigen Unterwasseraufnahmen mit der GoPro gefunden.

Solltest du noch Fragen oder Anmerkungen diesbezüglich haben, kannst du hierfür gerne die Kommentar-Box direkt unter diesem Beitrag verwenden. 

Weitere nützliche Tipps&Tricks findest du in meinem Blog Beitrag: GoPro Unterwasser | Tipps für Anfänger und „Profis“

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