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GoPro Unterwasser | Tipps für Anfänger und „Profis“

  • Beitrag zuletzt geändert am:26. September 2021
  • Beitrags-Kategorie:GoPro
  • Beitrags-Autor:Jens

GoPro Unterwasser Tipps für Anfänger und „Profis“. Hier im Beitrag findest du zahlreiche Tipps und Tricks zum Einsatz der GoPro als Unterwasserkamera. 

Dieser Artikel soll Anfängern den Start erleichtern und auch „Profis“ weiterhelfen.

Aber wer ist schon wirklich ein Profi? Ein richtiger Profi filmt wohl kaum mit einer GoPro. Oder doch? Wer weiß es schon…

GoPro Unterwasser Tipps
Inhaltsverzeichnis

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GoPro Unterwasser Tipp #1:
Geeignetes Zubehör verwenden

Wenn die GoPro abtauchen soll, braucht man zwangläufig passendes Zubehör. Im Grunde braucht es nicht es viel aber gewisse Dinge sind einfach nötig oder erleichtern das Leben ungemein.

In diesem Tipp beschränke ich mich nur auf das Gehäuse für die GoPro. Weiteres sinnvolles Zubehör wird an passender Stelle im laufe des Beitrags erwähnt. 

Allgemeines Zubehör, dass so ziemlich jeder GoPro Besitzer sich irgendwann zulegt, findest du in meinem Blog-Beitrag: 

GoPro Zubehör | Was man braucht und kaufen sollte

Das Unterwassergehäuse

Sollte die GoPro ins Wasser kommen brauchst du, spätestens zum Sporttauchen, zwingend ein Unterwassergehäuse. Das Originalgehäuse von GoPro sollte bis 60m wasserdicht sein, und reicht in den meisten Fällen vollkommen aus.

Ich verwende dieses Gehäuse zum Tauchen seit der GoPro HERO 4, und hatte nie ein Problem damit.

Mit dem Original GoPro Gehäuse machst du bei sachgerechter Verwendung nichts verkehrt.

Das abgebildete Original-Tauchgehäuse für die GoPro Hero 9 + 10 findest du hier* bei Amazon*.

Das Original Gehäuse von GoPro für die HERO 8* sowie als auch für die HERO 5-7*, ist ebenfalls auf Amazon erhältlich.

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Gehäuse gegen
Beschlag schützen

Manch einer kennt es, kaum ist man mit der GoPro im Wasser und das Gehäuse beginnt zu beschlagen. Das muss dank „Anti-Fog Inserts“ nicht zwingend sein. 

Diese kleinen Plättchen werden zwischen Kamera und Gehäusewand platziert, und verhindern durch Feuchtigkeitsaufnahme das Beschlagen des Gehäuses. 

Meist reichen 1-2 Stück davon um immer klare Sicht zu haben. 

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Kleines Hilfsmittel, große Wirkung. Die Anti-Fog Inserts sind sogar original von GoPro erhältlich.

GoPro gibt eine bis zu 4-malige Wiederverwendung für diese Inserts an.

Den originalen GoPro 12er Pack kannst du direkt hier* bei Amazon bestellen. 

Tiefer tauchen wie 60m oder noch mehr Infos?

Zusätzliche Informationen zum GoPro Unterwassergehäuse, andere Gehäuselösungen und vieles mehr, findest du in meinem Blog Beitrag „GoPro Gehäuse | Welches GoPro Unterwassergehäuse?“

Fazit zum GoPro Zubehör

Verwende passendes Zubehör und du wirst weniger Überraschungen erleben, und auch bessere Aufnahmen bekommen. 

An erster Stelle sollte ein Unterwassergehäuse stehen. Dieses schützt deine GoPro vor Wassereinbruch, Meerwasser (Salz) und auch Sand. Hierbei gilt es folgendes zu beachten:

  • Gehäuse nach Einsatzzweck wählen
  • Bis zu welcher Tiefe soll es wasserdicht sein?
  • Beschlagfreies Gehäuse mit Anti-Beschlag Einsätzen

Mehr Informationen zum GoPro Gehäuse und anderen Gehäuse-Lösungen, findest du in meinem weiter oben erwähnten Blog-Beitrag zum GoPro Gehäuse.

GoPro Unterwasser Tipp #2:
Ruhige Aufnahmen

Nichts ist schöner anzuschauen als eine Aufnahme mit ruhiger Kameraführung. Niemand möchte gerne verwackelte oder unruhige Unterwasseraufnahmen anschauen. Sollte mit „Hypersmooth“ eigentlich kein Problem mehr sein. Oder? 

Die Hypersmooth Bildstabilisierung der neueren GoPro’s sollte eigentlich ein Garant für wackelfreie Aufnahmen sein. Das ist sie auch. Zumindest im weitesten Sinne.

Oft sehe ich, trotz dieser genialen Stabilisierung, unruhige Unterwasseraufnahmen. Woran liegt das? Was kann man Unterwasser dagegen tun? 

„Den meisten Einfluss darauf, hast du selbst…“

Eine gute Tarierung Unterwasser

Neben einer ruhigen Kameraführung ist es wichtig deine Tarierung gut zu beherrschen. Das ist nicht nur für das Tauchen essenziell sondern auch für ruhige Unterwasseraufnahmen.

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Als Tauchanfänger sollte man sich mehr auf eine gute Tarierung als auf das Filmen Unterwasser konzentrieren. Das zahlt sich später mehr wie aus und kommt auch deiner Sicherheit zu gute.

Körperbewegung Unterwasser

Ein zweiter Aspekt ist deine Körperbewegung Unterwasser bzw. im Wasser. Flossenschlag ist nicht gleich Flossenschlag. Gleichmäßig lang- und weichgezogene Flossenschläge sind deinen Unterwasseraufnahmen zuträglicher.

Das gilt übrigens für Schnorchler sowie für Taucher gleichermaßen. Jeder Flossenschlag überträgt sich auf deinen Körper, und so auch zwangsläufig auf deine Kamera. 

Achte auf einen weichen langgezogenen Flossenschlag. Manchmal ist eine richtig eingesetzte Flossenschlagtechnik (Frog-Kick) ebenfalls sinnvoll und ergibt durchaus Sinn.

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Ein abgewandelter "Frog-Kick" ist auch mit Split-Fins möglich...

Auch ist den Flossen an sich Beachtung zu schenken. Harte Flossenblätter übertragen Flossenschläge viel stärker wie weiche. Na, jetzt gepeilt warum ich diese „Mädchen-Flossen“ tauche? Nur Spaß, damit bekomme ich (auch) weniger Krämpfe.

Geeignete Halterung
für die GoPro Unterwasser

Halterung zum Tauchen

Eine geeignete Halterung kann dazu beitragen ruhigere Aufnahmen mit der GoPro Unterwasser zu bekommen. Verwendest du die GoPro als Unterwasserkamera beim Tauchen, empfiehlt sich ein Tauchstativ. 

Am besten eines, dass sich stabil mit zwei Händen greifen lässt. Dadurch hast du die Kamera gut im Griff, und Kameraschwenks lassen sich damit ebenfalls ruhiger ausführen. Auch besteht die Möglichkeit Videoleuchten an solch ein Stativ zu montieren

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Für den Anfang kann ein preisgünstiges Stativ sicherlich eine gute Lösung sein. 

Man sollte hier allerdings, besonders bei den Kugelköpfen, nicht die allerbeste Qualität erwarten.

Auch kann man sich, mit etwas handwerklichem Geschick, solch ein Stativ selbst bauen. 

Dieses Tauchstativ ist aus Aluminium gefertigt und du findest hier* bei Amazon.

Halterung zum Schnorcheln

Zum Schnorcheln mit der GoPro ist ein Selfie Stick meist praktischer und reicht meiner Meinung nach absolut aus. Beim filmen Unterwasser mit dem Selfie-Stick würde ich darauf achten, dass man ihn möglichst nur für Selfies komplett auf seine Länge auszieht.

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Nahe zu den identischen Stick verwende ich jetzt seit gut 5 Jahren, und er hat so einiges mitgemacht. 

Dieser Stick von Telesin lässt sich in 5 Stufen über Drehverschluss auf 90cm ausziehen, und misst komplett eingefahren gerade mal 20cm

Du findest diesen Stick hier* bei Amazon.

Durch den langen Hebel übertragen sich kleine Bewegungen der Hand schon enorm auf das Ende des Sticks. Mit eingezogenem Stick wird die Aufnahme deutlich ruhiger. Und nicht nur das. Du kannst auch viel besser sehen, was du da gerade genau filmst…

Noch mehr Infos zu geeigneten Halterungen?

Mehr Informationen zu den einzelnen Halterungen sowie du diese gegen einen möglichen Verlust sicherst, findest du in meinem Blog Beitrag „GoPro Halterung | Tauchen und Schnorcheln mit der GoPro“

Fazit zu "ruhigen Aufnahmen"

Um deinen GoPro Unterwasseraufnahmen den letzten Schliff an Stabilität zu geben solltest du:

  • Die Tarierung beim Tauchen beherrschen
  • Auf deinen Flossenschlag und Körperbewegung achten
  • Eine geeignete Halterung verwenden

Drei GoPro Unterwasser Tipps die erheblich dazu beitragen können die Stabilität deiner UW-Aufnahmen zu verbessern.

GoPro Unterwasser Tipp #3:
Licht und nochmals Licht

Licht ist ein, wenn nicht der entscheidende Faktor, wenn es um Qualität bei Unterwasseraufnahmen geht. Und wenn man eine GoPro als Unterwasserkamera nutzt, ist Licht nochmals wichtiger. 

Der kleine Bildsensor der GoPro ist nicht gerade für seine Licht-Empfindlichkeit bekannt. Um mit der GoPro Unterwasser trotzdem gute Ergebnisse zu erzielen, ist folgendes zu beachten:

„Licht ist wichtig, es gibt dir Qualität im Bild…“

Die Sonne als Lichtquelle nutzen

Die Sonne ist dein Freund, wenn es um die Qualität von GoPro Unterwasseraufnahmen geht. Auch etwas weiter unten kann es durchaus Sinn ergeben, die Sonne als natürliche Lichtquelle zu nutzen. 

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Standbild GoPro 7 - bearbeitet mit Magix Pro X - 5m tief ohne Rotfilter mit Sonnenlicht

Angestrahlte Objekte können qualitativ besser aufgenommen werden. Klar, hat man das Wetter nicht unter Kontrolle. Man kann aber schon darauf achten, die Sonnenstrahlung als natürliche Lichtquelle einzusetzen.

Auch sehen, meiner Meinung nach, diese Art von Aufnahmen besonders gut und natürlich aus. 

Videoleuchte(n) nutzen

Videoleuchten können sich Unterwasser als sehr hilfreich erweisen. Gerade für Objekte in naher bis mittlerer Distanz oder in einer dunkleren Umgebung (Nachtauchgang, Höhlen), bieten sie einen deutlichen Mehrwert.

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Standbild GoPro 4 mit 1x Videoleuchte 3000lm

Bei Videoleuchten ist darauf zu achten, dass sie einen erhöhten Abstrahlwinkel (>100°), eine gewisse Lichtleistung (>2500 Lumen) und einen hohen CRI-Wert Aufweisen. 

Der CRI-Wert ist maßgeblich für die korrekte Farbwiedergabe. Um so näher er bei 100 (Maximalwert) liegt, desto besser ist die natürliche Farbwiedergabe des angestrahlten Objekts.

Wichtig für Videoleuchten:

  • Abstrahlwinkel (um die 100°)
  • Lichtleistung möglichst über 2500 Lumen
  • Guter CRI-Wert (um die 90)

Fazit zum Licht Unterwasser

Um qualitativ gute Aufnahmen mit der GoPro Unterwasser zu erhalten, ist auf eine gute Belichtung zu achten. Dabei gilt es folgendes zu berücksichtigen:

  • Nutze die Sonne als natürliche Lichtquelle
  • Verwende eine geeignete Videoleuchte(n)

Zwei wichtige GoPro Unterwasser Tipps, die für mehr Qualität im Bild sorgen können.

GoPro Unterwasser Tipp #4: Aufnahmen Farbe geben

Spätestens nach den ersten Unterwasseraufnahmen mit der GoPro macht sich oft Enttäuschung breit. Farben sind kaum vorhanden und alles sieht nicht mehr ganz so bunt aus wie zuletzt Unterwasser.

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Standbild GoPro 4 - ohne Rotfilter (unbearbeitet)

Um hier mehr Farbe ins Bild zu bekommen gibt es mehrere Möglichkeiten: Entweder arbeitest du mit einem Rotfilter oder du bearbeitest die Aufnahmen mit entsprechender Software nach.

Auch der Einsatz einer Videoleuchte kann dir, zumindest für den Nahbereich, bei den Farben helfen.

„Farbe bringt Leben in deine Aufnahmen…“

Rotfilter für mehr Farbe im Bild

Rotfilter für die GoPro können dir helfen „mehr“ Farbe ins Bild zu bekommen. Im wesentlichen senkt der Filter den Blau- und Grünanteil soweit ab, dass Rot wieder vorhanden ist.

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Standbild GoPro 4 / halb mit Rotfilter (bearbeitet)

Unterwasseraufnahmen sehen damit oft deutlich besser aus wie ohne. Aber auch hier gilt es vieles zu beachten, und auch das Handling eines Filters ist nicht immer einfach.

Wie und wann verwende ich einen Rotfilter?

Wie und ab welcher Tiefe man den Rotfilter einsetzen sollte, welche gut sind und vieles mehr, erfährst du in meinem Blog Beitrag über den „Rotfilter“.

Farbe im Bild
durch Nachbearbeitung

Durch Nachbearbeitung lässt sich Unterwasseraufnahmen Farbe geben. Das kann durchaus einfach sein aber auch recht kompliziert werden. Je nachdem was du für Ansprüche hast.

Es gibt einfache Lösungen, die kein besonderes „know-how“ verlangen. Dafür aber auch leider keine High-End Ergebnisse liefern können.

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Standbild GoPro 7 - berarbeitet mit Magix Pro X -15m ohne Licht und Filter

Hat man einen gewissen Qualitätsanspruch, kommt man an der Verwendung einer halbwegs guten Videobearbeitungs-Software nicht vorbei.

Fazit "Aufnahmen Farbe geben"

Möchtest du mehr Farbe für deine GoPro Unterwasseraufnahmen, solltest du zumindest eine dieser Lösungen in Betracht ziehen. Auch lassen sich, unter gewissen Voraussetzungen, all diese Ratschläge beliebig miteinander kombinieren.

  • Verwendung eines Rotfilters
  • Nachbearbeitung mittels Software
  • Verwendung einer Videoleuchte für den Nahbereich

Alle diese Tipps können deinen GoPro Unterwasseraufnahmen mehr Farbe ins Bild bringen. Am Ende liegt es an dir wie gut du sie umsetzt.

GoPro Unterwasser Tipp #5:
Die richtigen Einstellungen

Die GoPro Einstellungen sind generell ein relativ komplexes Thema und sind von vielerlei Faktoren abhängig. Man sollte sich vorab im klaren darüber sein, ob man seine Aufnahmen später nachbearbeiten möchte oder eher nicht.

Eine Frage der Hardware

Die Leistung deiner Hardware (PC, Smartphone, Tablet) spielt bei den Einstellungen ebenso eine wesentliche Rolle. Es bringt dir z.B. nichts mit der neuen GoPro 10 in 5k zu filmen, wenn du das Filmmaterial noch nicht mal am PC abspielen kannst. 

Für eine eventuelle Nachbearbeitung der Aufnahmen ist dann auch nochmals mehr Leistung erforderlich. Dessen sollte man sich bewusst sein.

Mit welcher Auflösung filmen?

Die zu verwendende Auflösung (1080p, 2.7k, 4k, 5k) richtet sich stark, wie bereits oben erwähnt, nach deiner Hardware. Auch eigene Qualitätsansprüche spielen hier mit Sicherheit eine Rolle.

Heutzutage filmen die meisten, wie auch ich, mit der 4k Auflösung. Das sieht einfach TOP aus und lässt Spielraum in der Nachbearbeitung.

Solltest du über wirklich schwache Hardware verfügen, ist eine kleinere Auflösung und eventuell auch eine kleinere Bildrate (FPS) sinnvoll.

Welche Bildrate (FPS) zum
filmen Unterwasser?

Im allgemeinen kann man dazu raten mit einer höheren Framerate zu filmen. Hier haben sich im laufe der Zeit 50 sowie 60fps zum Standard für Unterwasseraufnahmen mit der GoPro etabliert. 

Mit diesen Bildraten werden Bewegungen recht natürlich aufgezeichnet bzw. wiedergegeben. Auch ist mit diesen Bildraten eine anschauliche Zeitlupe in der Nachbearbeitung möglich.

Vereinzelt wird dazu geraten bei schlechten Lichtverhältnissen mit weniger FPS zu filmen. Das kann ich so nicht bestätigen. Ich habe es selbst versucht und habe keinen ersichtlichen Vorteil dadurch erkennen können. 

Welchen Bildwinkel (FOV) Unterwasser wählen?

Der Bildwinkel (FOV= Field Of View) richtet sich mehr oder weniger nach dem persönlichen Geschmack und der Umgebung die man filmt.

Ich persönlich bevorzuge „Linear“ um vielleicht nicht ganz so nah an ein Objekt ran zu müssen, bzw. keine Fischaugenverzerrung im Bild zu haben.

Möchtest du viel von der Umgebung im Bild haben, kannst du auch „Wide“ verwenden.

Spezielle Einstellungen zur Nachbearbeitung (Protune)

Um in der Nachbearbeitung alle Möglichkeiten offen zu haben empfehlen sich angepasste Einstellungen in der GoPro.

Allgemein ist hier ein „flaches Profil“ zu wählen. Das bedeutet im Prinzip nichts anderes als bei der Aufnahme so wenig wie möglich der Kamera zu „überlassen“.

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Standbild GoPro 8 - unbearbeitet - "flaches Profil"

Hauptsächlich werden hier Einstellungen mit geringer Schärfe, Farbe (flat – flach) und einem nativem Weißabgleich gewählt.

Dabei werden mehr Rohdaten bzw. „unbehandelte“ Bilddaten aufgenommen. Man bekommt dadurch mehr Möglichkeiten in der Nachbearbeitung, und kann ebenso die maximale Bildqualität aus der GoPro rausholen.

Was genau muss ich jetzt in der GoPro einstellen?

Alles über diese „speziellen Einstellungen“ und auch einfache Einstellungen, für Leute die nicht nachbearbeiten wollen, findest du in meinem Beitrag „GoPro Einstellungen Unterwasser | Tauchen und Schnorcheln“

Fazit zu den GoPro Einstellungen

Wie du vielleicht schon jetzt im Ansatz merkst: Einstellungen können ein komplexes Thema sein. Im wesentlichen solltest du dir folgende Fragen selbst beantworten:

  • Will ich die Aufnahmen nachbearbeiten oder nicht?
  • Wie stark ist meine Hardware (PC, Smartphone, Tablet)?
  • Welche Qualität möchte ich haben?

Alles weitere dazu und mehr, findest du in dem bereits weiter oben erwähnten Blog-Beitrag zu den Einstellungen für die GoPro Unterwasser.

GoPro Unterwasser Tipp #6:
Aufnahmen nachbearbeiten

Das absolut beste Ergebnis erzielst du zweifelslos wenn du deine Unterwasseraufnahmen nachbearbeitest. Das kann heutzutage recht einfach und schnell oder auch etwas komplizierter und zeitaufwendiger sein.

„Einfach ist möglich! Wer mehr möchte muss Zeit investieren…“

Einfach und schnell UW-Aufnahmen bearbeiten

Einfache Lösungen mit Top Ergebnissen gibt es so nicht. Hinter fast jeder qualitativ hochwertigen Unterwasseraufnahme aus einer GoPro steckt zumindest etwas Arbeit.

Aber auch einfache Lösungen bieten recht gute Ergebnisse. Zumindest in der Farbgebung. Hier ist allen voran die „Dive+“ App zu empfehlen.

Die App reicht für den Hausgebrauch und lässt deine Aufnahmen durch eine automatische Farbkorrektur laufen. Und das Beste ist: Sie ist komplett kostenlos.

Mehr Qualität mit einer
Videoschnitt-Software

Wer mehr aus seinen Unterwasseraufnahmen rausholen möchte kommt um eine halbwegs passable Videoschnitt-Software nicht herum. Diese gibt es zum Teil kostenlos im Netz.

Eine gewisse Einarbeitungszeit ist hier allerdings nötig. Richtig gute Ergebnisse sind nicht von heute auf morgen zu erwarten.

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Screenshot von Magix Pro X - Programmoberfläche

Profi-Programme bieten oft mehr Möglichkeiten in der Farbgebung. Diese sind, wegen ihrem hohem Funktionsumfang, aber weniger für Anfänger geeignet.

Am besten Testversionen von einzelnen Programmen runterladen und sich an einer seiner Unterwasseraufnahmen versuchen. Das bringt meist die ein oder andere Erkenntnis.

Wie finde ich die passende Software für mich?

Eine gute Übersicht von möglichen Software-Lösungen, welche Software ich verwende und vieles mehr, findest du in meinem Blog Beitrag: „Software für Videobearbeitung“.

Fazit: "Aufnahmen nachbearbeiten"

Es ist durchaus möglich einfach, schnell und kostenlos seine UW-Aufnahmen zu bearbeiten. Höchste Qualität bekommt man aber nur mit entsprechender Software. Hier alle wichtigen Punkte in der Übersicht:

  • Schnell, einfach und kostenlos = „Dive+“ App
  • Aufwendig aber bessere Qualität = entsprechende Software
  • Falls unentschlossen = Probeversionen runterladen&testen
  • Software nach Erfahrungslevel auswählen

GoPro Unterwasser Tipp #7:
Filmen im allgemeinen

Man könnte einfach drauf halten und erwarten interessante  Aufnahmen zu bekommen. Das ist auch ein bisschen so. Aber richtig interessante Aufnahmen sind die, die aus der Reihe fallen oder auch mit Bedacht gefilmt worden sind.

„Bedacht beim filmen führt zu besseren Aufnahmen…“

Auf den Hintergrund achten

Ein wichtiger Punkt, und das nicht nur bei Unterwasseraufnahmen, ist der Hintergrund. Viele Anfänger filmen häufig von oben auf den Meeresgrund. 

Das ist meist nicht all zu schön anzusehen. Achte darauf, dass du einen Hintergrund mit ins Bild bekommst. Das Objekt steht so besser im Bild und die Aufnahme wirkt auch gleich viel interessanter. 

Standbild GoPro 8 (bearbeitet)

Keine supertolle Aufnahme aber ein gutes Beispiel für die Bildaufteilung. Halb Riff, halb Meer und das Objekt in der Mitte. Sieht ganz nett aus, oder?

Verschiedene Perspektiven

Gerade wenn du vielleicht vorhast ein kleines Filmchen von deinen Aufnahmen zu schneiden, ist es vorteilhaft wenn du mehrere Perspektiven von einem Objekt filmst. 

Deinem Einfallsreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt. Vieles ist machbar. Von hinten, von der Seite, von oben, oder doch noch eine Nahaufnahme? Wenn es das Motiv wert ist, warum nicht?

Statische Kamera

Unterwasseraufnahmen von einer statischen Kamera (feststehende Kamera) können, gerade bei einer GoPro, extrem gut aussehen.

Wenn du die Möglichkeit hast die GoPro irgendwo Unterwasser für eine Zeitlang hinzustellen, wo eventuell auch noch etwas Leben ist, mach es einfach.

Durch den festen Stand der Kamera, kommen unheimlich gute Aufnahmen dabei heraus. Einen Versuch ist auf jeden Fall wert. Aber bitte nicht auf eventuell vorhandene Korallen stellen. Das ist keine Aufnahme wert.

Nah ans Objekt

Trotz der FOV-Einstellung „Linear“ muss man, für bildfüllende Aufnahmen mit der GoPro, relativ nah ans Objekt.

Das ist nicht immer einfach und teilweise gehört etwas Glück oder auch Entschlossenheit dazu. Versuche dich langsam einem Objekt zu nähern, und lasse ein wenig Zeit dabei vergehen.

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Das ein oder andere Lebewesen gewöhnt sich vielleicht so an deine Anwesenheit und lässt die Nähe u.U. sogar zu. 

Respekt vor Meeresbewohnern

Man sollte den Ozean und seine Bewohner immer auch als solches respektieren. Wir sind hier zu Gast und sollten uns dem entsprechend verhalten.

Vor einigen Jahren hätte ich noch so manches mehr für eine Aufnahme „gegeben“. Mittlerweile bin ich da auch etwas selbstkritischer geworden. Nicht alles muss mehr sein.

Wenn es vor der Linse passiert, passiert es. Wenn nicht, ist auch nicht schlimm. Nichts soll erzwungen oder vielleicht sogar provoziert werden. Sei es in Form von Begegnungen oder auch im Verhalten der Tiere.

Korallen müssen ebenfalls nicht leiden. Nur weil man vielleicht meint einen guten Shot machen zu müssen. Eine gute Tarierung ist beim filmen Unterwasser, und nicht nur deshalb, mehr wie vorteilhaft.

Fazit zum Filmen Unterwasser

Erst wenn man sich Gedanken bei oder vor der Aufnahme macht, entstehen richtig gute Aufnahmen. Bedacht und Kreativität bei den Kameraeinstellungen (Positionen) werden fast immer belohnt. 

Versuche beim nächsten Tauchgang einen oder mehr von diesen gut gemeinten Tipps umsetzen:

  • Achte auf den Hintergrund
  • Filme mehrere Perspektiven von einem Objekt
  • Setze die Kamera an einen festen Punkt
  • Versuche möglichst nah ans Objekt zu kommen
  • Immer mit dem nötigen Respekt filmen

Das ist nur ein kleiner Teil von dem was möglich bzw. denkbar ist. Wahrscheinlich müsste ich noch einen separaten Beitrag über das Filmen Unterwasser schreiben, um diesem Thema etwas gerechter zu werden. 

GoPro Unterwasser Tipp #8: Bleib immer up to date!

Meist macht es Sinn, für beste Ergebnisse das jeweilig neuste GoPro Modell zu benutzen. Aber auch Software-Updates für die Kamera sind auf keinen Fall zu vernachlässigen.

Software-Updates bringen oft viele neue Funktionen mit sich, und können ebenso die Benutzerfreundlichkeit sowie die Systemstabilität der GoPro verbessern.

Updates sind relativ problemlos zu installieren. Du brauchst nur den Anweisungen auf der GoPro-Webseite zu folgen. 

Am besten kopierst du dir die Update-Datei mit dem PC und einem Kartenleser auf deine GoPro Speicherkarte, und steckst sie anschließend in deine Kamera. Das Update läuft dann von alleine. Akku sollte hierbei möglichst voll geladen sein.

Welche GoPro zum filmen Unterwasser?

Schaut man sich die letzten Modelle im Detail an, hat sich bezüglich der Verwendung Unterwasser nicht wirklich viel getan. Die Sensorgröße ist immer noch die selbe, und die GoPro 10 + 9 können eben in 5k filmen.

Info: Ein weiterer Vorteil der GoPro 10: Es lassen sich sich Standbilder mit 19,6 Megapixeln aus dem Filmmaterial ziehen.
Alles über die neue GoPro 10 erfährst du hier.

Ich empfehle jedoch mindestens in die GoPro 8 zu investieren. Die HERO 7 hat echte Probleme mit der Schärfe im Nahbereich, und mit 4k/60 lässt sich leider nur mit dem Bildwinkel (FOV) „Weit“ (Fischaugenverzerrung) filmen.

Ein Vergleichsvideo zwischen der 7 und der 8 findest du übrigens auf meinem YouTube-Kanal.

Gesamtfazit:
GoPro Unterwasser Tipps

Mit diesen GoPro Unterwasser Tipps bist du mehr wie gut beraten. Ich denke das Meiste zumindest erwähnt zu haben. 

Spätestens die einzelnen Querverweise, zu meinen anderen Blog-Beiträgen, sollten dir alles nötige für einen Einsatz der GoPro als Unterwasserkamera vermitteln.

Solltest du Anfänger sein: überfordere dich nicht. Versuche nach und nach einzelne Tipps und Ratschläge umzusetzen. Nicht alles geht von heute auf morgen. 

Komplett ist dieser Beitrag, wie auch andere Beiträge in meinem GoPro-Blog, mit Sicherheit nicht. Bei Gelegenheit, Lust und Zeit werde ich auch diesen Beitrag erweitern.

Es lohnt sich also, ab und an mal vorbei zu schauen.

Solltest du noch Fragen oder Anregungen haben, kannst du dafür gerne die Kommentar-Box unter diesem Beitrag verwenden.

Auch lade ich dich an dieser Stelle recht herzlichst zu meiner Facebook-Gruppe ein. Dort werden Fragen geklärt, Zubehör diskutiert und natürlich auch jede menge Fotos und Videos von den Gruppenmitgliedern gepostet.

Weitere hilfreiche Beiträge zum Thema „GoPro“ findest du in meinem GoPro Blog.

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